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Gross Bieberaus beste Seiten!: Gedichte

Gedichte aller Art

Diese Seite wird mit der Zeit wachsen. Ich werde die Gedichte, wenn dann erstmal genügend zusammengekommen sind,  nach verschiedenen Kategorien ordnen und jeweils einen eigenen Unterordner anlegen.

Ein Winterabend


Vom Himmel in die tiefsten Klüfte

ein milder Stern herniederlacht;

vom Tannenwalde steigen Düfte

und hauchen durch die Winterlüfte,

und kerzenhelle wird die Nacht.

 

Mir ist das Herz so froh erschrocken,

das ist die liebe Weihnachtszeit!

Ich höre fernher Kirchenglocken

mich lieblich heimatlich verlocken

in märchenstiller Herrlichkeit.

 

Ein frommer Zauber hält mich wieder,

anbetend, staunend, muss ich stehn;

es sinkt auf meine Augenlider

ein güldner Kindertraum hernieder,

ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.

 

Theodor Storm

 

John Maynard!


"Wer ist John Maynard?"

"John Maynard ist unser Steuermann,

aus hielt er,bis er das Ufer gewann,

er hat uns gerettet,er trägt die Kron',

er starb für uns,unsere Liebe sein Lohn.

John Maynard"

 

Die "Schwalbe" fliegt über den Eriesee,

Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee,

von Detroit fliegt sie nach Buffalo-

die Herzen aber sind frei und froh,

und die Passagiere mit Kindern und Fraun

im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,

und plaudernd an John Maynard heran

tritt alles:"Wie weit noch Steuermann?"

Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:

"Noch dreißig Minuten....halbe Stund."

 

Alle Herzen sind froh,alle Herzen sind frei-

da klingts aus dem Schiffsraum her wie Schrei,

"Feuer!"war es, was da klang,

ein Qualm aus Kajüt' und Luke drang,

ein Qualm,dann Flammen lichterloh,

und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

 

Und die Passagiere,buntgemengt,

am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,

am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,

am Steuer aber lagert sichs dicht,

und ein Jammern wird laut:"wo sind wir?Wo?"

Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo.-

 

Der Zugwind wächst,doch die Qualmwolke steht,

der Kapitän nach dem Steuer späht,

er sieht nicht mehr seinen Steuermann,

aber durchs Sprachrohr fragt er an:

"Noch da,John Maynard?" "Ja,Herr.Ich bin,"

"Auf den Strand! In die Brandung!" "Ich halte drauf hin."

Und das Schiffsvolk jubelt:"Halt aus!Hallo!"

Und noch zehn Minuten bis Buffalo.--

 

"Noch da,John Maynard?" Und Antwort schallt's

mit ersterbender Stimme:"Ja,Herr,ich halt's!"

Und in die Brandung,was Klippe,was Stein,

jagt er die "Schwalbe" mitten hinein.

Soll Rettung kommen,so kommt sie nur so.

Rettung:der Strand von Buffalo!

Das Schiff geborsten.Das Feuer verschwelt.

Gerettet alle.Nur einer fehlt!

 

Alle Glocken gehn;ihre Töne schwelln

himmelan aus Kirchen und Kapelln,

ein Klingen und Läuten,sonst schweigt die Stadt,

ein Dienst nur,den sie heute hat:

Zehntausend folgen oder mehr,

und kein Aug' im Zuge,das tränenleer.

 

Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,

mit Blumen schließen sie das Grab,

und mit goldner Schrift in den Marmorstein

schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

"Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand

hielt er das Steuer fest in der Hand,

er hat uns gerettet,er trägt die Kron',

er starb für uns,unsre Liebe sein Lohn.

John Maynard."

 

Theodor Fontane

Die Sonne

Gott ist die Sonne,

ich ein Strählchen seines Lichts,

Trenn ich von ihm mich ab,

bin ich ein finstres Nichts.

Halt ich mich stets an ihn,

so wird mir Licht und Leben.

Und alle Tugenden

sein stiller Einfluss geben.

Gerhard Tersteegen

Zurechtweisung der Menschen aus der CARMINA BURANA



Philipp der Kanzler

Ich bat um Kraft


Ich bat um Kraft ...

und mir wurden Hindernisse gegeben,

um mich stark zu machen.

Ich bat um Weisheit ...

und mir wurden Aufgaben gestellt,

um sie zu lösen.

Ich bat um Wohlstand ...

und erhielt Arbeit, um mich und

meine Familie zu ernähren.

Ich bat um Mut ...

und mir wurden Probleme gegeben,

um sie zu überwinden.

Ich bat um L i e b e ...

und mir wurden Menschen zugeführt,

um ihnen beizustehen.

Ich bekam nicht, was ich wollte ...

aber ich bekam alles, was ich brauchte.

(unbekannt)

"Der Bumerang"

Das Gerücht - frei nach dem Lyriker Eugen Roth (1895 - 1976): "Der Bumerang"

"Ein Mensch hört irgendwas gerüchtig,

schnell schwatzt er's weiter neu'rungssüchtig,

so dass, was unverbürgt er weiß,

zieht einen immer größ'ren Kreis.

Wie Sauerteig durchdringt es die Gemeinde

und macht aus Freunden ganz schnell Feinde.

Was einst vertraulich war - Gebetsanliegen,

lässt unser Mensch zu Brüdern fliegen.

Er sagt, man soll's nicht weitersagen

(man will ja niemand an den Kragen!),

doch weiß er es von einem Bruder,

der sonst ein zuverlässig Guter.

Und so durchwandert das Gerücht

Gemeinderitzen, die nicht dicht,

umfasst jetzt schon den großen Kreis,

so dass es nun fast jeder weiß.

Zum Schluss - kommt es zu ihm zurück.

Da strahlt der Mensch vor lauter Glück

- vergessend, dass er's selbst getätigt,

sieht froh er sein Gerücht bestätigt.

Die Bibel sagt in Sprüche elf

- ich hoffe nur, dass es hier helf -:

"Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß;

doch treue Herzen sagen's nicht mal leis."

Friedrich Zahn ist Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Nürnberg. Seit Jahren "verdichtet" er geistliche Botschaften in Versform.

<b>Ostern</b>


Wenn die Schokolade keimt,

Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen

"Glockenklingen" sich auf "Lenzesschwingen"

Endlich reimt

Und der Osterhase hinten auch schon preßt,

Dann kommt bald das Osterfest.

 

Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen

Ostern naht auf Lenzesschwingen, ---

Dann mit jenen Dichterlingen

Und mit deren jugendlichen Bräuten

Draußen schwelgen mit berauschten Händen ---

Ach, das denk ich mir entsetzlich,

Außerdem - unter Umständen -

Ungesetzlich.

 

Aber morgens auf dem Frühstückstische

Fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe, frische

Eier. Und dann ganz hineingekniet!

Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme

Durch geheime Gänge und Gedärme

In die Zukunft zieht

Und wie dankbar wir für solchen Segen

Sein müssen.

 

Ach, ich könnte alle Hennen küssen,

Die so langgezogene Kugeln legen.

Joachim Ringelnatz

 

Es gibt so wunderweiße Nächte...

Es gibt so wunderweiße Nächte,

drin alle Dinge silbern sind.

Da schimmert mancher Stern so lind,

als ob er fromme Hirten brächte

zu einem neuen Jesukind.

 

Weit wie mit dichtem Demantstaube

bestreut, erscheinen Flur und Flut,

und in die Herzen, traumgemut,

steigt ein kapellenloser Glaube,

der leise seine Wunder tut.

Rainer Maria Rilke



Vier Kerzen




Vier Kerzen

 

Eine Kerze für den Frieden,

die wir brauchen,

weil der Streit nicht ruht.

 

Für den Tag voll Traurigkeiten

eine Kerze für den Mut.

 

Eine Kerze für die Hoffnung

gegen Angst und Herzensnot,

wenn Verzagtsein unsren Glauben

heimlich zu erschüttern droht.

 

Eine Kerze, die noch bliebe

als die wichtigste der Welt:

eine Kerze für die Liebe,

voller Demut aufgestellt,

 

dass ihr Leuchten den Verirrten

für den Rückweg ja nicht fehlt,

weil am Ende nur die Liebe

für den Menschen wirklich zählt.

 

Elli Michler

Aus: Ich wünsche dir Zeit, © Don Bosco Medien GmhH, München, 7. Aufl. 2013

www.ellimichler.de

 

 

Das schönste Fest

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,

Aber als Knecht Ruprecht schon

Kommt der Winter hergeschritten,

Und alsbald aus Schnees Mitten

Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

 

Und was jüngst noch, fern und nah,

Bunt auf uns herniedersah -

Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,

Und das Jahr geht auf die Neige,

Und das schönste Fest ist da.

 

Tag du der Geburt des Herrn,

Heute bist du uns noch fern,

Aber Tannen, Engel, Fahnen

Lassen uns den Tag schon ahnen,

Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane

 

Winter

Wenn man auch

allen Sonnenschein wegstreicht,

so gibt es doch noch

den Mond und die Sterne

und die Lampe am Winterabend.

Es ist so viel schönes Licht

in der Welt.

Wilhelm Raabe

VERHEIßUNG


Verheißung

 

Fühlst du durch die Winternacht,

Durch der kalten Sternlein Zittern,

Durch der Eiscrystalle Pracht,

Wie sie flimmern und zersplittern:

Fühlst nicht wehen laue Mahnung,

Keimen leise Frühlingsahnung?

 

Drunten schläft der Frühlingsmorgen,

Quillt in gärenden Gewalten

Und, ob heute noch verborgen,

Sprengt er rings das Eis in Spalten:

Und in wirbelnd lauem Wehen

Braust er denen, die's verstehen.

 

Hörst du aus der Worte Hall,

Wie sie kühn und trotzig klettern,

Und mit jugendlichem Prall

Klirrend eine Welt zerschmettern:

Hörst du nicht die leise Mahnung,

Warmen Lebensfrühlings Ahnung?

 

Hugo von Hofmannsthal

HERBSTLIED



Bunt sind schon die Wälder,

Gelb die Stoppelfelder,

Und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen,

Graue Nebel wallen,

Kühler weht der Wind.

 

Wie die volle Traube

Aus dem Rebenlaube

Purpurfarbig strahlt!

Am Geländer reifen

Pfirsiche, mit Streifen

Rot und weiß bemalt.

 

Flinke Träger springen,

Und die Mädchen singen,

Alles jubelt froh!

Bunte Bänder schweben

Zwischen hohen Reben

Auf dem Hut von Stroh.

 

Geige tönt und Flöte

Bei der Abendröte

Und im Mondesglanz;

Junge Winzerinnen

Winken und beginnen

Frohen Erntetanz.

 

Johann Gaudenz Frhr. v. Salis-Seewis "Herbstlied" 1782

 

Herbsttag


Am Forstberg

Herbsttag

 

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

und auf den Fluren lass die Winde los.

 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein,

gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

dränge sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süsse in den Wein.

 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 

Rainer Maria Rilke

Gebet


Halte mich

 

Alles will ich gerne tragen,

Gott, was Du mir schickst,

weil Du auch in schweren Tagen

auf mich niederblickst.

War ich doch bei allen Freuden

Dir stets zugetan,

warum soll ich Dich denn meiden,

wenn mir Schatten nahn?

Lass mich nur nicht selber sorgen

um mein eigen Heil,

was ich brauch wird heut und morgen

mir von Dir zuteil.

Prüfung nur sind alle Schläge,

die die Welt erteilt,

dass die Seele Sehnsucht hege

und zum Geiste eilt.

Halt mich fest in Deiner Liebe,

Vater als Dein Kind,

 

Bureau Ordnung



Diese Bureau Ordnung wäre doch was für die heutige Zeit.....ich meine, immerhin haben wir doch eine Wirtschaftskrise....

Gib mir deinen Segen


Gib mir Deinen Segen

und lass in meinem Herzen

etwas aufbrennen von

jenem Frieden,

den die Welt nicht kennt,

von jener unsagbaren Freude

der Erlösten,

denen die Sünden vergeben sind

und deren Gewissen

in lauterer Klarheit vor Gott steht.

 

Lass mich in Deiner

erlösenden Gnade

ein froher Mensch sein,

erfüllt von der Freude,

die da ist die schönste Gabe

Deines heiligen Evangeliums.

Hugo Rahner

 

Am kühlenden Morgen


Da öffnet Allvater den himmlischen Saal....

"Am kühlenden Morgen"

 

1. Am kühlenden Morgen,

Wenn alles noch ruht

Erscheint es am Himmel

Wie goldige Flut.

Da öffnet Allvater

Den himmlischen Saal,

Und schaut dann hernieder

Auf Berg uns ins Tal.

 

2. Sacht weckt er die Menschen

Und mahnt sie zur Tat

Und gibt ihnen Stärke

Und heilsamen Rat.

Dann tritt auch hell leuchtend

die Sonne hervor;

Und mälig schließt wieder

Das himmlische Tor.

 

3. Und wie durch ein Zauber

erscheint dann die Welt

Vom Odem des Schöpfers

erwärmt und erhellt.

Es läuten die Glocken

von Nah und von fern

Erwache Du Schläfer

und lobe den Herrn.

Demut beugt


"Einsamer Fels" in Colorado USA

Demut beugt

zu Dir mich nieder,

Jesu, tief zu Deinem Grund.

Demut heilt

Das Herze wieder,

schließt der Klage still den Mund.

Demut bringt uns

nah, zusammen,

macht die Seele still und weit.

Demut trägt

die stillen Flammen

auf zur Himmelsherrlichkeit.

j. F.

 

Der Morgen


Der Morgen

Hehr naht des Tages Mutter!

Dunkelheit umflorte eher Land und Meer;

wie herrlich strahlt sie nun im Glanzeskleid

und spendet Freude rings umher!

 

Mit ihr erneute Lebenskraft erwacht,

wie regt sich alles in der Welt,

wie herrlich strahlt die Flur in Morgenpracht,

von mächt'ger Sonnenglut beseelt!

 

Also auch kommt der Herr!

Erst Dämmerung, dann hell'res Morgenrot,

dann Licht - bis endlich voller Tag, rein, frisch und jung

des Herzens dichte Nacht durchbricht!

 

Himmelsgaben, Bd. 3, S. 200

 

An Jesu Hand

Ich schreite still an Jesu Hand.

Er führt mich herrlich durch das Land

in unbegrenzte Weite.

Das ist ein Schauen und ein Geh'n!

Der Weg geht steil zu heil'gen Höh'n,

tief aus dem Erdenleide.

 

Ich schreite still an Jesu Hand.

Er führt mich heim ins Vaterland

auf wunderbaren Wegen.

Oft sperrt mir Fels und Dorn

die Sicht,

doch spricht sein Wort:

"Verzage nicht,

es schirmet dich mein Segen!"

J.F.

Warum Kampf und Not auf Erden?


Ich bin nicht gekommen, um der Erde

eine tote Ruhe, sondern um ihr durch

Kampf und Tätigkeit ein höheres Leben

zu geben. Denn erst im Kampfe wird die

Liebe zur wahren und lebendigen

Tatkraft, und der ruhige Tod muß

fliehen vor dem Leben. Die die Mensch-

heit verfolgende Not macht sie tätig, mit

der Zeit geduldig, sanft und in Meinen

Willen ergeben. Und gäbe es keine Lüge

mit ihren bitteren Folgen, welchen Wert

hätte da die Wahrheit für sich?! Wer

zündet am Tage sich ein Licht an, und

wer achtet den Wert einer brennenden

Öllampe beim hellen Schein der Sonne?!

 

J. Lorber, Gr. Ev. Joh. Bd. 5, Kap. 157

 

DIE UHR


Die Uhr

 

Ich trage, wo ich gehe,

stets eine Uhr bei mir.

Wieviel es geschlagen habe

genau seh ich an ihr.

Es ist ein großer Meister,

der künstlich ihr Werk gefügt;

wenngleich ihr Gang nicht immer

dem törichten Wunsche genügt.

 

Ich wollte sie wäre rascher

gegangen an manchem Tag;

ich wollte sie hätte manchmal

verzögert den raschen Schlag.

In meinen Leiden und Freuden,

im Sturm und in der Ruh:

Was immer geschah im Leben,

sie pochte den Takt dazu.

 

Sie schlug am Sarge des Vaters

sie schlug an des Freundes Bahr,

sie schlug am Morgen der Liebe,

sie schlug am Traualtar.

Sie schlug an der Wiege des Kindes,

sie schlägt wills Gott noch oft

Wenn bessere Tage kommen

wie meine Seel es hofft.

 

Und ward sie auch manchmal träger

und drohte zu stoppen ihr Lauf

so zog der Meister immer

großmütig sie wieder auf.

Doch stände sie einmal stille,

so wärs um sie geschehn.

Kein anderer als der sie fügte

bringt die Zerstörte zum Gehn.

 

Dann müsste zum Meister ich wandern,

der wohnt am Ende wohl weit,

wohl draußen jenseits der Erde,

wohl dort in der Ewigkeit.

Dann geb ich sie ihm zurücke

mit dankbar kindlichem Flehn:

Sieh Herr, ich hab nichts verdorben,

sie blieb von selber stehn!

 

[Carl Loewe 1796-1869]

 

Ich wünsche mir


Ich wünsche mir ...

 

Ich wünsche mir in diesem Jahr

mal Weihnacht' wie es früher war.

Kein Hetzen zur Bescherung hin,

kein Schenken ohne Herz und Sinn.

 

Ich wünsch' mir eine stille Nacht,

frostklirrend und mit weißer Pracht.

Ich wünsche mir ein kleines Stück

von warmer Menschlichkeit zurück.

 

Ich wünsche mir in diesem Jahr

'ne Weihnacht, wie als Kind sie war.

Es war einmal, schon lang ist's her,

da war so wenig so viel mehr.

 

 

 

Lied im Advent


Schnee, Schnee, Schnee

Lied im Advent

 

Immer ein Lichtlein mehr

im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns so sehr

durch die dunklen Stunden.

 

Zwei und drei und dann vier!

Rund um den Kranz welch

ein Schimmer,

und so leuchten auch wir,

und so leuchtet das Zimmer.

 

Und so leuchtet die Welt

langsam der Weihnacht entgegen.

Und der in Händen sie hält.

weiß um den Segen!

 

Matthias Claudius (1740-1815)

 

HERBSTTAG


späte Herbststimmung

Herbsttag

Dies ist ein Herbsttag,

. wie ich keinen sah!

Die Luft ist still,

. als atmete man kaum,

. Und dennoch fallen raschelnd,

. fern und nah,

Die schönsten Früchte ab

. von jedem Baum.

 

0 stört sie nicht,

. die Feier der Natur!

Dies ist die Lese,

. die sie selber hält,

Denn heute löst sich

. von den Zweigen nur,

Was von dem milden Strahl

. der Sonne fällt.

 

Christian Friedrich Hebbel

 

Vergißmeinicht


Vegissmeinnicht

Es blüht ein schönes Blümelein

auf unsrer grünen Au,

sein Aug ist wie der Himmel

so heiter und so blau.

 

Es weiß nicht viel zu reden,

und alles, was es spricht,

ist immer nur dasselbe,

ist nur: Vergiß mein nicht!

 

Wenn ich zwei Äuglein sehe

so heiter und so blau,

so denk ich an mein Blümchen

auf unsrer grünen Au.

 

Da kann ich auch nicht reden,

und nur mein Herze spricht,

so bange nur, so leise,

und nur: Vergiß mein nicht!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798-1874)

 

SEGEN


Nachtaufnahme Groß-Bieberau durch einen Blitz erhellt. Blitz oben links im Bild zu sehen bei Vergrößerung. 09.06.2010 Uhrzeit 23:47

Segen

Der Herr sei vor Dir,

um Dir den rechten Weg zu zeigen.

 

Der Herr sei neben Dir,

um Dich in die Arme zu schließen

und Dich zu beschützen gegen

Gefahren von links und von rechts.

 

Der Herr sei hinter dir,

um dich zu bewahren vor der

Heimtücke böser Menschen.

 

Der Herr sei unter Dir,

um Dich aufzufangen, wenn du fällst;

um Dich aus der Schlinge zu ziehen.

 

Der Herr sei in Dir,

um Dich zu trösten,

wenn Du traurig bist.

 

Der Herr sei um Dich herum,

um Dich zu verteidigen, wenn andere

über Dich herfallen.

 

Der Herr sei über Dir,

um Dich zu segnen.

 

Aus dem Evangelischen Johannesstift in Berlin

 

 

Das Feuer prüft das Eisen


Comersee

Das Feuer prüft das Eisen,

die Versuchung den Gerechten.

Oft wissen wir selbst nicht,

was wir können;

die Versuchung offenbart, was wir sind.

 

Thomas von Kempen

 

PFINGSTLIED


Fenster des Prager Doms auf dem Hradschin

1. Ich glaube, dass mit Liebe

ein Gott mich trägt und hält,

mein Glück, wär´ festgestellt,

dass, was ich Gutes habe

und was er zugedacht,

ist seine milde Gabe,

die fromm und selig macht.

 

2. Ich glaube, dass von oben

ein Heiland freundlich kam,

der hoch mein Herz erhoben,

die Sünde von mir nahm.

Mein Licht, mein Seelenleben,

mein Führer himmelan,

der sich für mich gegeben

und aufwärts brach die Bahn.

 

3. Ich glaube, dass ins Helle

ein klarer Stern mich weist,

dass frisch aus reiner Quelle

mich tränkt der heilge Geist,

der stets mich aus der Höhe

mit Himmelskraft umschwebt,

und wenn ich schlafen gehe,

die Seel zum Himmel hebt.

Johann Friedrich Möller (1789-1861)

 

Angelus Silesius



Wohlan 'mein Freund'


Wibke September 1977

Wohlan 'mein Freund'

"Wohlan, mein Freund, wie steht es mit der Diktatur? Ist es nicht so, dass sich die Demokratie selber auflöst durch eine gewisse Unersättlichkeit in der Freiheit? Wenn sich die Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu lassen, wie sie wollen, und sich vor ihren erwachsenen Kindern geradezu fürchten, ein Wort zu reden; oder wenn Söhne schon so sein wollen wie der Vater, also ihre Eltern weder scheuen noch sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen und selbstständig zu erscheinen! Und auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern und schmeicheln ihnen lieber statt sie sicher und mit starker Hand auf einen geraden Weg zu führen, so dass die Schüler sich nichts mehr aus ihren Lehrern machen. Überhaupt sind wir schon so weit, dass sich die Jüngeren den Älteren gleich stellen, ja gegen sie auftreten in Wort und Tat, die Alten aber setzen sich unter die Jungen und suchen sich ihnen gefällig zu machen, indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie ja nicht den Anschein erwecken, als seien sie Spielverderber oder auf Autorität versessen. Auf diese Weise werden die Seele und die Widerstandskraft aller Jungen allmählich mürbe. Sie werden aufsässig und können es schließlich nicht mehr ertragen, wenn man ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt. Am Ende verachten sie auch die Gesetze, weil sie niemand und nichts mehr als Herr über sich anerkennen wollen. Und das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei!"

Platon (427 bis 347 v. Chr.)

 

Du mußt auf Gott es wagen


Greifenwarte Oktober 1995

Du mußt auf Gott es wagen

Du musst auf Gott es blindlings wagen,

Nicht immer forschen, fürchten, klagen;

Lass dich ihm ganz im Einfaltssinn.

Verlier dich selbst in Gottes Hände,

Wie er dich führt, auch du dich wende,

Und frage nicht: Wo geht es hin?

Gerhard Tersteegen

 

DER MORGEN


Der Morgen

Hehr naht des Tages Mutter!

Dunkelheit umflorte eher Land und Meer;

wie herrlich strahlt sie nun im Glanzeskleid

und spendet Freude rings umher!

 

Mit ihr erneute Lebenskraft erwacht,

wie regt sich alles in der Welt,

wie herrlich strahlt die Flur in Morgenpracht,

von mächt'ger Sonnenglut beseelt!

 

Also auch kommt der Herr!

Erst Dämmerung, dann hell'res Morgenrot,

dann Licht - bis endlich voller Tag, rein, frisch und jung

des Herzens dichte Nacht durchbricht!

 

Himmelsgaben, Bd. 3, S. 200

 

GLUECK

GLÜCK

 

Glück ist die Harmonie, in

der wir zu den Dingen, die uns umgeben, stehen.

Je weniger und schlichter

diese Dinge, desto reiner und

müheloser der Akkord.

So kommt es, dass einfache

Menschen leichter auch

glücklich sind.

Ernst Jünger

LOB DER LIEBE


LOB DER LIEBE

Aus der Seele leuchtet

ein verborg'ner Schein

Himmelskräfte weben

dort dein ganzes Sein

Horch, es spricht die Liebe

tief aus deinem Grund

und sie tut der Seele

hohe Dinge kund!

Lass von ihr dich leiten

dann steigt deine Bahn

durch die Ewigkeiten

herrlich himmelan.

 

Johannes Fischedick

Oh du himmlisch schöne Zeit


O du himmlisch schöne Zeit,

linder wird nun alles Leid,

denn nun naht die heil'ge Nacht,

die den Heiland einst gebracht,

der in's liebearme Sein

schenkte so viel sel'gen Schein!

'S ist, als kämen Lichtgestalten.

Lasst uns still die Hände falten.

Herr Du, über Tod und Leben,

Du hast selbst Dich hingegeben,

dass auch noch des Daseins Rest

werde uns zum Seelenfest.

Herr, im hohen Himmelszelt,

segne unsre arme Welt,

segne uns die heil'ge Zeit,

mach uns innig Dir bereit!

 

M.L.-W.

 

Die höchste Liebe


Blitzeinschlag Neunkirchener Höhe

Die höchste Liebe

 

Der, dem alle Macht zu eigen,

Dessen Wort ein scharfes Schwert,

mocht' als Kindlein zart sich neigen

einer Jungfrau dieser Erd'.

Mocht' von ihr sich wiegen lassen!

-- Diese Demut, heilig rein,

kann -- nicht anders mag ich's fassen --

nur die höchste Liebe sein.

 

Hanni Kubesch

 

DENN ES GIBT ZEITEN


Denn es gibt Zeiten

 

. . . Denn es gibt Zeiten,

Da hören wir der Unsichtbaren Füße

schreiten,

Und fühlen ihre Hände, die uns liebend

leiten,

Und sind geborgen und voll Zuversicht.

Die Sorgen mögen gehen oder kommen --

Ob uns geschenkt wird, oder nur

genommen --

An unsre letzten Tiefen rührt es nicht;

Die stehen nur im ewig-jungen Hoffen

Den Stimmen jener Unsichtbaren offen,

Durch die der Herr uns Seinen Segen

spricht.

. . . Das sind die Zeiten,

Da wir dem Zwange dieser Erde sacht

entgleiten

Und eingehn in die Freiheit ungemessner

Weiten

Und aufgehn in dem schattenlosen Licht!

 

Ephides

 

DIE GEDANKEN


Die Gedanken

 

Auch deine heimlichsten Gedanken seien

rein,

Sie sind voll Kraft, und wirken im Verein,

Daß Wort und Schicksal sich nach ihnen

formen:

So wunderbar und fein sind Gottes Nor-

men.

 

R. W. Trine

 

 

Er sendet Tau und Regen

und Sonn und Mondenschein

und wickelt seinen Segen

gar zart und künstlich ein

und bringt ihn dann behende

in unser Feld und Brot:

Es geht durch unsre Hände,

kommt aber her von Gott.

 

Matthias Claudius

 

DIE DEMUT


Die Demut

Im schwachen Menschen ist Gott mächtig,

weil in der Demut liegt die Kraft,

was du gewirkt im Leben täglich,

hat Liebe wohl zuerst geschafft.

Doch an der Demut kannst du ranken

empor zum wahren Gotteskind,

wenn deine Werke und Gedanken

in Demut erst geboren sind.

 

Wenn deine Schwäche dir muß dienen,

daß deine Mängel sie dir zeigt,

so kannst durch sie du viel gewinnen,

wenn's Herz dadurch zur Demut neigt!

Doch gibt's noch tiefres Demutsleben,

gleich wie der Gottheit Spiegelbild,

das ist dem Schwachen nur gegeben,

in dessen Herz als Kraft es quillt.

 

Das Zentrum Gottes steht dir offen,

die ganze Schöpfung ist enthüllt,

wenn du in demutsvollem Hoffen

des Vaters Willen hast erfüllt.

Der Vater läßt dich alles schauen,

Er teilt die Herrschaft dann mit dir.

Du Gotteskind auf Himmelsauen,

Die Gottheit findet sich -- in dir!

Otto Hillig

 

TROTZ ALLEDEM, SCHLAGT DER FREIHEIT EINE GASSE!


So kalt, dass die Flüsse zufrieren.

Aktuelles vor der Wahl!

 

TROTZ ALLEDEM

 

Wir hofften in den 90ern

trotz Soli, Steuern und alledem,

durch Einigung des Deutschen Lands

die Geschichte uns lehrt vor alledem

 

Doch nun ist es kalt trotz alledem,

trotz Demokratie und alledem;

ein Linksschnöder, scharfer Winterwind

durchfröstelt uns trotz alledem.

 

Auch Richter und Magnifizenz

samt Polizei und alledem,

sie pfeifen auf die Existenz

von Freiheit, Recht und alledem.

 

Trotz alledem und alledem,

trotz Grundgesetz und alledem

drückt man uns mit Meinungsverbot

die Gurgel zu trotz alledem.

 

Und hat der Staat sich nur blamiert

vor aller Welt trotz alledem,

und wenn die Presse Lügen schmiert,

die Medien schweigen trotz alledem.

 

Trotz Mißtraun, Angst und alledem,

es kommt dazu trotz alledem,

daß der Freiheitsdrang in Widerstand

sich verwandeln wird trotz alledem!

 

Dieses Lied hatte schon viele Texter. Dieses ist - im Ursprung von Hannes Wader - abgewandelt worden.

 


Gewitter am 07.07.09 23:03 Blick: Groß-Bieberau Konrad-Adenauer Straße 26 Richtung Forstberg

HEIMWEH DER SEELE

Wir sind fremd in ird'scher Hülle,

unsre Heimat ist im Licht,

und ein Funke seiner Fülle

glüht in uns in Sturm und Stille,

der von heißer Sehnsucht spricht.

 

Ewig trägt die Seele Sehnen

nach dem Land, wo sie zu Haus;

muß sich fremd auf Erden wähnen,

schaut in Dunkel und in Tränen

oft nach ihrem Ursprung aus ?

 

bis sie fallen sieht die Schranke,

die sie von der Heimkehr trennt;

als erfüllter Gottgedanke,

der nun frei zur Höh sich ranke,

sich und auch das Licht erkennt.

 

Hanni Kubesch

 

DER TEUFLISCHE AUFTRAG


Der teuflische Auftrag:

"Stehlt ihnen die Zeit"

 

Der Teufel hatte eine weltweite Versammlung einberufen. In der Eröffnungsansprache sagte er zu seinen Dämonen: "Wir können die Christen nicht davon abhalten, in die Gemeinde zu gehen. Wir können sie auch nicht davon abhalten, die Bibel zu lesen und dadurch die Wahrheit zu erkennen. Wir können sie aber davon abhalten, daß sie eine persönliche Beziehung, voller Liebe, zu Jesus entwickeln und beten. Wenn sie dieses Verhältnis zu ihm gewinnen, ist unsere Macht über sie gebrochen. Und wenn sie beten, sind wir in Gefahr. Also, laßt sie in ihre Gemeinden gehen. Laßt ihnen ihren Lebensstil, aber stehlt ihre Zeit, so daß sie diese tiefe Beziehung zu Jesus Christus nicht aufbauen können - und auf keinen Fall - beten! Das ist mein Auftrag an Euch, Ihr Engel der Unterwelt. Lenkt sie davon ab".

 

"Wie sollen wir das anstellen?"

fragten seine Dämonen.

 

"Beschäftigt sie ständig mit der ganzen Fülle unwichtiger Nebensächlichkeiten des alltäglichen Lebens und denkt Euch immer wieder etwas Neues aus, um ihre Gedanken zu beherrschen", antwortete der Teufel. "Verleitet sie dazu, daß sie viel ausgeben, viel verbrauchen und verschwenden, viel ausleihen und auch wiederum ausborgen. Überredet die Ehefrauen, sich ganz auf ihren Job zu konzentrieren und unendliche Stunden an ihrem Arbeitsplatz zu verbringen. Und überzeugt die Ehemänner davon, jede Woche sechs bis sieben Tage zu arbeiten, jeden Tag 10 bis 12 Stunden. So können sie sich ihren leeren Lebensstil leisten."

 

Haltet sie davon ab, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und für sie zu beten. Wenn ihre Familien schließlich auseinander. gebrochen sind, wird ihr Zuhause keinen Schutz mehr bieten. Stopft ihre Köpfe so voll, daß sie die sanfte leise Stimme des Heiligen Geistes nicht mehr hören können. Verführt sie dazu, ständig das Radio oder den Kassettenrekorder, einzuschalten, wenn sie Autofahren. Seht zu, daß unermüdlich der Fernseher, der Videorekorder, der CD Spieler und die Computer in ihrer Nähe laufen. Und passt auf, daß in keinem Geschäft und in keinem Restaurant dieser Welt irgendwann während des Tages oder der Nacht etwa christliche Musik zu hören ist.

Das wird allmählich ihre Gedanken vergiften, und die Einheit und Verbundenheit mit Christus zerstören.

 

Überschwemmt die Frühstückstische mit Zeitungen und Zeitschriften. Hämmert ihnen 24 Stunden lang am Tag nur die neuesten Nachrichten ein. Bedeckt die Straßen mit Schildern und Plakaten für irgendwelche Produkte, überflutet ihre Briefkästen mit Werbung, mit Angeboten von Gratis-Produkten und Diensten, die falsche Hoffnungen hervorrufen. Bildet in den Zeitschriften und auf den Titelseiten schöne, schlanke Models ab, damit die Ehemänner immer mehr glauben, daß äußere Schönheit entscheidend ist und sie ihre Frauen unattraktiv finden. Auch das wird dazu beitragen, die Familien ganz schnell zu zerstören.

 

Laßt sie auch nicht im Urlaub zur Ruhe kommen. Gebt Euch alle Mühe, daß sie erschöpft und voller Sorgen und Unruhe zurück an ihrer Arbeit gehen. Seht zu, daß sie sich nicht an der Natur erfreuen und auf keinen Fall etwa Gottes Schöpfung bewundern. Schickt sie stattdessen in Vergnügungsparks, in Sportveranstaltungen, Konzerte und ins Kino. Euer Ziel muß sein, daß sie beschäftigt, beschäftigt, beschäftigt sind.

 

Daß sie nur ja keine Zeit mit Gott verbringen. Und wenn sie sich mit anderen Christen treffen. dann laßt sie nie übe r Gott sprechen, sondern füllt ihre Gespräche mit Klatsch und Small Talk, so daß sie sich mit einem schlechten Gewissen verabschieden Vor allem sage ich euch immer wieder, haltet sie davon ab, daß sie Zeit zum Beten finden, Zeit, um Gott zu preisen. Ich kann das Gejaule nicht ausstehen.

Laßt ja nicht ab in Euren Bemühungen. Sie müssen immerzu überbeschäftigt sein, damit sie keine Evangelisation veranstalten und Seelen für Gott gewinnen können.

Liefert ihnen für diesen angeblichen Mangel an Zeit so viele gute Entschuldigungen, dass sie sich keine Kraft mehr von Gott holen. Bald werden sie aus ihrer eigenen Kraft leben und ihre Gesundheit und ihre Familie für die 'gute Sache' opfern. Es wird funktionieren.

 

 

Es war ein tolles Treffen. Die Dämonen gingen eifrig an ihren Auftrag, die Christen überall auf der Welt, noch mehr als bisher zu beschäftigen und zu jagen. Ihnen noch mehr einzuflüstern, sie müssten hierhin und dorthin rennen.

 

 

Lassen Sie sich nicht die Zeit nehmen.

Die Zeit, die man täglich benötigt, um innere Einkehr halten zu können. Ohne das tägliche Gebet und das "in sich hineinhören", verliert man sich immer mehr im äußeren, man wird aus sich selbst herausgerissen und man wird immer mehr "fremdbestimmt".

 

In unserer Welt dominieren vor allem "Äußerlichkeiten" unser Leben. Vieles wird uns als wichtig und nötig suggeriert, meistens sind es aber nur Dinge die unsere Eitelkeiten hervorheben sollen und letztlich nur Zeitfresser sind.

 

Treten Sie den "Zeitfressern" entgegen.

Lassen Sie sich keinen Druck machen.

 

Wir sterben irgendwann alle!

 

Nichts kann aber wichtiger sein, als zum Zeitpunkt des eigenen Todes das "geistige Sehen und hören" verstanden zu haben. Denn in der geistigen Welt spielen "Zeitfressende Eitelkeiten" keine Rolle mehr.

 

Hier spielt es eine Rolle, ob ich in meinem Leben auf meine innere Stimme zu hören lernte, die Stimme, die mich auch in der geistigen Welt leiten wird. Bin ich zum Zeitpunkt meines Todes aber unvorbereitet, um wie vieles wird es schwerer sein, die Stimme wahrzunehmen und ihr zu folgen?

 

DAS GROßE RUH'N


Das große Ruh'n

 

Hat sich der Jahreszeiten Ring geschlossen,

der Frühling seine Schönheit ausgegossen,

der Sommer sie gesammelt und bewahrt,

der Herbst, der nicht mit seinen Gaben

spart,

sich selbst geschenkt -- dann sieh, die

Kraft zum Tun

entsprang dem Winter nur und seinem

großen Ruh'n!

Und prüfst du deiner Lebensalter Kreis,

so wertest du die Werke nur, ich weiß.

Doch sieh, was sich den Tag und seine

Taten schafft,

ist die im Ruh'n gereifte Geisteskraft!

Und willst du schützen dich vor falschem

Tun,

Erwachse erst zum Tun im großen Ruh'n.

 

Ephides

 

WILLKOMMEN IM LEBEN


Es ist ein Wunder, sagt das Herz.

Es ist eine große Verantwortung,

sagt der Verstand.

Es ist viel Sorge, sagt die Angst.

Es ist eine enorme Herausforderung,

sagt die Erfahrung.

Es ist das größte Glück,

sagt die Liebe.

Es ist unser Kind, sagen wir.

Einzigartig und kostbar.

Willkommen im Leben.

 

DAS LEBEN IST EWIGES


Das Leben ist Ewiges

und Zeitliches zugleich;

das Ewige ist sein Wesen,

das Zeitliche seine Form

oder Bildung.

Friedrich Ast

GOTTES PFAD

Geh einfach Gottes Pfad,

lass nichts sonst Führer sein,

so gehst du recht und grad,

und gingst du ganz allein.

Christian Morgenstern

Der Tod, wie ihr ihn seht ...


Nordsee bei Schoorl / Holland

Der Tod, wie ihr ihn seht ...

 

Der Tod, wie ihr ihn seht, erschrickt euch arg.

Ihr habt zu eurem Feinde ihn ernannt,

doch nur, weil keiner ihn so recht erkannt,

weil ihr nicht weiter schaut als bis zum Sarg,

darin ein Leben seinen Schlusspunkt fand.

 

Der Tod, wie ihr ihn seht, ist Schall und Rauch,

ein Name nur, von tiefer Furcht gepraegt,

die laehmend sich auf eure Seelen legt

und damit auch den allerletzten Hauch

von Mut und Klarheit an die Seite fegt.

 

Der Tod, wie ihr ihn seht, den gibt es nicht.

Mit eurem dumpfen Sinn und trueben Blick

seht ihr des einen Lebens kleines Glueck.

Wenn es wie Glas in eurer Hand zerbricht,

erscheint euch dies als grosses Missgeschick.

 

Der Tod, wie ihr ihn seht, der macht euch blind,

und keiner lernt, was Einer euch gelehrt:

Das Leben bleibt im Tode unversehrt.

Und weil die Toten keine Toten sind,

ist eure Lehre keinen Pfennig wert.

 

Lob der Liebe


Lob der Liebe

Aus der Seele leuchtet

Ein verborg'ner Schein,

Himmelskräfte weben

Dort dein ganzes Sein

 

Horch, es spricht die Liebe

tief aus deinem Grund

Und sie tut der Seele

hohe Dinge kund!

 

Lass von ihr dich leiten,

dann steigt deine Bahn

durch die Ewigkeiten

herrlich himmelan

 

Johannes Fischedick

 

ICH GEHE MEINEN WEG


Aus Nonrod kommend Richtung 2. weißer Stein

Ich gehe meinen Weg

vertrauend darauf,

daß es kein Irrweg,

sondern ein Heimweg ist.

Ich gehe meinen Weg

vertrauend darauf,

daß er mich nicht an ein Ende,

sondern an das Ziel führt.

Ich gehe meinen Weg

vertrauend darauf, daß,

wenn ich gefragt werde,

wohin ich gehe,

ich antworten kann: immer nach Haus.

Meinold Krauss

 

Himmel, Erd und ihre Heere


Himmel, Erd und ihre Heere

hat er mir zum Dienst bestellt,

wo ich nur mein Aug hinkehre,

find ich, was mich nährt und hält:

Tier und Kräuter und Getreide,

in den Gründen, in der Höh,

in den Büschen, in der See,

überall ist meine Weide.

Alles Ding währt seine Zeit,

Gottes Lieb in Ewigkeit!

 

Paul Gerhardt

 

BITTE FÜRS ALLGEMEINWOHL


Vater, der im Lichte wohnet,

Vater, sieh uns freundlich an,

wenn wir nach Erleuchtung streben

auf der dunklen Erdenbahn!

Jesus Christus, unser Führer,

sei geliebt und höchst geehrt!

Deine Lehre sei uns heilig

und Dein Beispiel überwert!

 

Jeder falsche Glaube sinke,

jede Torheit sei verbannt!

Nur durch Wahrheit und durch Liebe

herrsche Friede rings im Land!

Blicke segnend auf uns nieder,

Vater der Barmherzigkeit,

und auf diesem Erdensrunde

sei Dir jedes Herz geweiht!

 

Jakob Lorber

 


Norditalien

NACHFOLGE

Nachfolge

 

Armut, o du hohes Wissen,

Die du jedes Ding kannst missen,

Achtest den Besitz geringe

Und besitzt doch alle Dinge ...

 

Gott wohnt nicht in engem Herzen,

Liebe macht es weit in Schmerzen,

Armut wird die Brust dir dehnen,

Daß drin Gott kann Wohnung nehmen ...

 

Armut nennet nichts ihr eigen,

Wird nach nichts Begierde zeigen,

Und doch über allem thronen,

In dem Geist der Freiheit wohnen.

 

Franz von Assisi

 

Über allen Wundern bist du


Michelangelo Schöpfung Adams

Singe die Lieder der Stille, lausche hinein in dein tiefstes Geheimnis - Mensch -

Kernpunkt der Schöpfung, Wunder der Gnade,

Quellgrund unendlichen Lebens fasse dich selbst,

erkenne die Größe des Meisters in dir, dem Gebilde.

Über allen Wundern bist du, Endziel unendlicher Taten

der ewigen Liebe,

Gefäß der Vollendung,

bereitet zur Herrlichkeit.

Johannes Fischedick

Christian Morgenstern


Konrad-Adenauer Str. bei Nacht 1:29 Uhr

Kannst dich nicht versenken?

Läßt dich Welt nicht leer?

Kannst dich nicht entlenken

all der Dinge Meer?

 

Ist in Dem zu ruhen,

draus dein Wesen sprang,

deinen Wanderschuhen

gar kein lieber Gang? ?

 

Wenn der Tag beschlossen,

sei, mein Geist, versenkt,

sei, mein Herz, ergossen

in Den, der dich denkt.

 

Christian Morgenstern

 

Ich hab dich je und je geliebt


Ich hab dich je und je geliebt

 

Ich hab dich je und je geliebt,

noch eh der Grund der Erde war,

noch eh ein Abend sich getrübt,

noch eh ein Morgen Licht gebar.

Ich hab dich je und je geliebt,

noch eh Ich deinen Geist gezeugt,

noch eh dein Atem sich geübt

hab Ich Mich tief dir zugeneigt.

Ich hab aus lnbrunst dich gerufen,

hab dich geformt aus Meinem Herz

und hab dich aus der Tiefe Stufen

zu Mir gezogen heimatwärts. -

Und du bist Mein - ob auch der Abgrund

stiebt -

Ich habe dich gezeuget und geboren! -

Ich hab dich je und je geliebt -

du bist mir heilig auserkoren!

 

Maria Lutz-Weitmann

Komm Geist der ersten Pfingsten


Komm Geist der ersten Pfingsten

in unser Herz und Haus,

und teil auch dem Geringsten

die edlen Gaben aus.

Gib Liebe, Freude, Friede,

Geduld und Freundlichkeit,

gib Sanftmut dem Gemüte

und keusche Innigkeit.

Hilf, daß in allen Zungen

Dein heilig Wort ertön?!

Heiß auch durch Niederungen

der Engel Füße gehn.

Laß unsre Nacht entflammen,

Laß jede Seele glühn,

und laß uns so zusammen

zu Deinen Höhen ziehn.

 

Maria Lutz-Weitmann

Der Liebe ergeben

 

Wie auch die Tage mögen kommen,

Du bist es, Vater, der mich schützt;

wird vieles mir auch hier genommen,

ich werd' von Deiner Hand gestützt.

Denn mehr als alles auf der Erde

bist, guter Vater, Du allein;

Du kannst ja jegliche Beschwerde

umwandeln in ein Glücklichsein

     Otto Hillig

 



Welch Geheimnis ist ein Kind?

Welch Geheimnis ist ein Kind!           

Gott ist auch ein Kind gewesen -

weil wir Gotteskinder sind,  

kam ein Kind, uns zu erlösen.

Welch Geheimnis ist ein Kind!

Wer dies einmal je empfunden,

ist den Kindern

durch das Jesuskind verbunden.

Der dies sang, war auch ein Kind

und ist jetzt ein armer Sünder,

und er schreibt auf Sturm und Wind:

wachet über Gotteskinder!

Clemens von Brentano



Verborgen in Gott


Gersprenz 11. Januar 2009

Wie schön ist ein verborg'nes Leben,

wenn unser Herz nichts sehnt und sucht,

als an dem Weinstock, wie die Reben,

zu blühn und still zu tragen Frucht;

wenn, wie im Felsgestein die Taube,

man sich in Jesu Herz verschließt

und dort, durch Hoffnung, Liebe,

Glaube,

das höchste Himmelsglück genießt.

 

Wie schön ist ein verborg'nes Leben!

Mein Gott, das hast Du mir gezeigt.

Nun wollst Du mir auch Gnade geben,

daß ihm mein Sinn entgegenneigt.

Nicht braucht's dazu der Klosterzelle,

des Mönchsgewands, der Wüstenei,

nur, daß mein Herz an jeder Stelle

in Dir, mein Gott, verborgen sei!

 

D.K. T.

 

ÜBER DIE LIEBE



Mystik

Ein Gedicht aus dem mystischen Bereich.  



OSTERN



HERBSTLIED

Ein sehr schönes Gedicht zur Trauer, wenn man einen lieben Menschen verloren hat.

 

Herbstlied

Klagend rauscht der Herbstwind durch die

Bäume,

und die Blätter fallen müd herab.

Welke Blätter - tote Frühlingsträume

hüllen manches einsam stille Grab.

Öd und traurig rauscht des Windes Wehen

vom Vergehen!

 

Aber aufwärts zeigt das Kreuz am Grabe,

daß zum Himmel wende sich der Blick.

Die hier ruhen von dem Wanderstabe,

schauen dort ein unvergänglich Glück.

Hoffnungsfreudig rauscht des Windes Wehen:

Auferstehen!

 

Ja, die hier so schmerzvoll von euch schieden,

um die trauernd eure Seele weint

- dort in jener Himmel lichtem Frieden

werdet ihr mit Ihnen froh vereint.

Lind und tröstlich rauscht des Windes Wehen:

Wiedersehen!:

Ein Gedicht von Ephides